Neue Rekordstände, eine überraschend starke US-Wirtschaft und Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz – doch gegen Ende Oktober bekam die Börsenparty erste Risse, weil Anleger zunehmend nach der Rentabilität der KI-Investitionen fragen. Alphabet verlor nach seinen Quartalszahlen rund 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Belastend wirken zudem ein Ölpreis zeitweise über 117 US-Dollar je Barrel, Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen über fünf Prozent und eine schwache Eurozone, in der die frühe Zinserhöhung der EZB als geldpolitischer Fehler gilt. Das grundlegende Bild bleibt dennoch konstruktiv: Die Börsenparty muss nicht vorbei sein, dürfte aber anspruchsvoller werden.

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