Ein Ölpreis über 100 US-Dollar, steigende Inflation und drei große Zentralbanken, die innerhalb weniger Tage die Zinsen erhöhen – der September hat gezeigt, dass geopolitische Konflikte ihren Weg in die Geldpolitik finden. Der Krieg liefert den Preisschock, die Notenbanken den Zinsschock. Eine Zinserhöhung kann keinen Angebotsschock beseitigen, sie kann nur verhindern, dass er sich in der Inflation festsetzt – für die EZB ein besonders undankbarer Zielkonflikt. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen zeitweise über 5 Prozent, während die Aktienmärkte dank hoher Unternehmensgewinne und des KI-Investitionszyklus erstaunlich robust bleiben. Der Ölpreis bleibt vorerst die entscheidende Größe für die Kapitalmärkte.

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